Qualifizierung zur Gesprächsbegleitung für Vorausplanungen im Sinne des § 132g SGB V

Das Hospiz- und Palliativgesetz eröffnet das Angebot, Menschen bei der Erstellung von gesundheitlichen Vorausplanungen qualifiziert zu begleiten. Genauer ermöglicht der § 132g SGB V Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, den Versicherten in ihren Einrichtungen eine „gesundheitliche Vorausplanung" anzubieten. Die hierbei entstehenden Kosten werden von der jeweiligen Krankenkasse getragen. Die Bezeichnung des Gesetzgebers orientiert sich hierbei an dem national und international etablierten Konzept des Advance Care Planning (ACP). In der deutschen Übersetzung wird das Konzept vielfach als „Behandlung im Voraus planen" umschrieben. Hier geht es darum, die individuellen Wünsche der Vorausplanenden möglichst konkret und nachvollziehbar für nicht am Gespräch Beteiligte zu erfassen, aussagekräftig zu dokumentieren und somit sicher zu stellen, dass die Bewohner/innen dann in der Situation der Nichteinwilligungsfähigkeit, in Notfallsituationen oder in Bezug auf Fragen der Therapiezieländerung auch zuverlässig nach den vorab festgelegten, jeweils individuellen Wünschen behandelt und begleitet werden.

Die qualifizierte Gesprächsbegleitung im Rahmen der Erstellung der Vorausplanung umfasst neben den medizinischen Behandlungswünschen besonders pflegerische, psychosoziale und seelsorgliche Aspekte, um ein umfassendes Bild der jeweils individuellen Wünsche zu generieren und möglichst valide zu dokumentieren. Dieses Ziel wird durch einen individuell begleiteten Gesprächsprozess angestrebt. Für die verantwortliche Durchführung der Gesprächsbegleitungen und die Strukturierung des komplexen Gesprächsprozesses ist eine umfassende Qualifizierung die grundlegende Voraussetzung. Die Qualifizierung verbindet hierbei konsequent theoretische Inhalte mit praktischen Übungen.

Kursleitung: Prof. Dr. Annette Riedel, Prof. Sonja Lehmeyer, Anne-Christin Linde, Nadine Treff

Zielgruppe: Palliative-Care-Fachkräfte, PalliativmedizinerInnen und BeraterInnen für Ethik im Gesundheitswesen.

Eine entsprechende praktische Tätigkeit wird (gemäß den gesetzlichen Vorgaben) vorausgesetzt.

Termin Theoriemodul: Montag, 19. November - Freitag, 23. November 2018 (40 UE)

Termin Praxismodul: Montag, 3. Dezember - Mittwoch, 5. Dezember 2018 (24 UE)

  

Ausführliche Informationen finden Sie im Flyer auf der rechten Seite.

 

 

Seminar: Gesundheitliche Versorgungsplanung (§ 132g SGB V) - Was verbirgt sich dahinter?

Wir bieten dieses Seminar aufgrund der Aktualität mit zwei Terminen an!

Im Rahmen der Veranstaltung bilden die Informationen zu dem gesetzlichen Angebot der „Gesundheitliche Versorgungsplanung" (§ 132g SGBV) den inhaltlichen Schwerpunkt. Hierbei geht es für uns darum, das „Neue" und dessen Relevanz herauszustellen und die gesetzlichen Forderungen im HPG (§ 132g SGB V) darzulegen.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden die mit dem gesetzlichen Angebot verbundenen Anforderungen. Hier geht es insbesondere darum, die praktischen Konsequenzen für die Qualifikation und für die Umsetzung der Gesprächsbegleitungen im Kontext der gesundheitlichen Versorgungsplanung zu konkretisieren.

Neben den formalen und strukturellen Aspekten sind die mit dem Angebot der gesundheitlichen Versorgungsplanung verbundenen ethisch-reflexionswürdigen Facetten zentraler Gegenstand der Veranstaltung und grundlegend für die gemeinsame Reflexion und Diskussion.

Ziele

  • Grundlegende Informationen zu dem Angebot der gesundheitlichen Versorgungsplanung nach § 132 g SGB V erlangen.
  • Die wesentlichen Voraussetzungen der Umsetzung und Einführung kennen.
  • Die ethisch-reflexionswürdigen Elemente sensibel und verantwortungsvoll erfassen.

Inhalte

  • § 132g SGB V (HPG)
  • Von der Patientenverfügung zu gesundheitlichen Versorgungsplanung
  • Anforderungen an die Qualifikation der Gesprächsbegleitungen und Umsetzung des Angebotes
  • Damit einhergehende ethisch-reflexions- und diskussionswürdige Aspekte

 

Bitte mitbringen

Konkrete Fragestellungen aus der Praxis zu der Thematik

Zielgruppe: Einrichtungsleitungen, Pflegedienstleitungen, KoordinatorInnen in der ambulanten Palliativversorgung, stationäre Palliativkoordinatoren/innen

Referentinnen: Prof. Dr. Annette Riedel, Prof. Sonja Lehmeyer, Anne-Christin Linde, Nadine Treff

Termine: 503-1: Donnerstag, 26. April 2018 oder 503-2: Donnerstag, 25. Oktober 2018

Uhrzeit: 18:00 - 21:15 Uhr

Ort: Elisabeth-Kübler-Ross-Akademie®

Kursgebühr: 65,- €

Anmeldung: Unter dem Flyer auf der rechten Seite finden Sie ein Anmeldeformular zum herunterladen. 

 

Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an Susanne Haller oder Andreas Herpich, E-Mail: akademie@hospiz-stuttgart.de, Tel.: 0711 2 37 41-811