7. Fachtag des Hospiz Stuttgart 2014

Gefördert von der Addy von Holtzbrinck Stiftung

Schirmherr: Prof. Dr. med. Dr. hc. Johann-Christoph Student 

 

Der 7. Fachtag am Aschermittwoch, den 5. März 2014 stand unter dem Thema:

"Wo werde ich sein? Stationen des Lebens"

Rund 850 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland und den Nachbarländern verbrachten in der vollbesetzten Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen einen interessanten und anregenden Tag. Der 7. Fachtag des Hospiz Stuttgart stand unter dem Titel: „Wo werde ich sein? Stationen des Lebens".

 

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Mit einem vielfältigen Programm hat sich das Hospiz Stuttgart mit seinem Fachtag Menschen in den Fokus genommen, die in unserer Gesellschaft oft zu wenig beachtet werden und denen deshalb im Sterben nicht genügend Aufmerksamkeit und Zuwendung gewidmet wird. Insbesondere sind dies Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Demenz, Menschen mit geistiger Behinderung, Menschen im Strafvollzug und Menschen am Rande der Gesellschaft.

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Nach der musikalischen Einstimmung durch das Celloensemble Stuttgart unter der Leitung von Uriel Stülpnagel, betonte Elisabeth Kunze-Wünsch, Leiterin des Hospiz Stuttgart, in ihrer Begrüßung die Wichtigkeit zum gemeinsamen Schulterschluss der gesamten Hospizbewegung gegen aktive Sterbehilfe - für ein Sterben in Würde. Sie rief die ehren- und hauptamtlich tätigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf, eine Stellungsnahme an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zu schicken. Eine gemeinsame Presseerklärung der beiden Stuttgarter Hospize können Sie hier herunterladen.

Im Grußwort des Schirmherrn, des ehemaligen Gesamtleiters des Hospiz Stuttgart Professor Dr. med. Dr. h.c. Christoph Student, wurde die Aufgabe der Hospizbewegung weiter verdeutlicht: „Hospize haben sich niemals stromlinienförmig an gesellschaftliche Gegebenheiten angepasst, sondern haben stets zu ihrem Kernauftrag gestanden: Ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und damit Leben zu schützen bis zu letzt."

Nach Grußworten von Stadtdekan Søren Schwesig, begrüßte Frau Kunze-Wünsch den Referenten des ersten Hauptvortrags, Prof. Dr. Hartmut Radebold, der über die Situation der Kriegskinder im Alter berichtete. Ein sehr bewegendes Thema, dem erst langsam Aufmerksamkeit zukommt und das viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch persönlich betraf, was an der intensiven Atmosphäre im Saal spürbar war.

 

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Durch die Zugverspätung von Prof. Schnell wurde kurzerhand die Mittagspause vorverlegt. Viele Anwesende nutzten die Zeit für die Reflexion des gehaltvollen Vortrages von Prof. Radebold und konnten sich so auf das nächste Thema mit freiem Kopf einstellen.

Im zweiten Hauptvortrag stellte Prof. Schnell seinen „Werkstattbericht" über die These „Diversität am Lebensende: der Unterschied zwischen Mensch und Patient" vor. Er gab viele Anregungen zur Bedeutung und Gestaltung von menschlicher Begegnung in der Sterbebegleitung. Ein Skript zum Thema "Diversität" können Sie hier herunterladen (Quelle: Schnell/Schulz: Basiswissen Palliativmedizin, Heidelberg 2012).

 

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Die Arbeitsgruppen am Nachmittag boten Berichte aus unterschiedlichen Einrichtungen und Lebenssituationen. ReferentInnen aus der Praxis berichteten über ihre Tätigkeit und ihre Erfahrungen und gaben Hinweise und Tipps für die Betreuung und Begleitung. Lebhafte Diskussionen und Beiträge zum Erfahrungsaustausch kennzeichneten diese Veranstaltungen.

Der Tag klang in der Filderhalle Leinfelden-Echterdingen mit einem liturgischen Abschluss aus, musikalisch begleitet von der Combo „Unterm Dach", deren Mitglieder ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen des Hospiz Stuttgart sind.

Erfüllt und bestärkt von einem gelungenen Tag verließen nach den Vorträgen, Workshops, Gesprächen und dem liturgischen Abschluss zufriedene TeilnehmerInnen die Filderhalle.

Am 6. März veröffentlichten die Stuttgarter Nachrichten einen Pressebericht zum Fachtag mit dem Titel „Hospize setzen ein starkes Signal".

Wir danken allen Beteiligten und der Addy von Holtzbrinck Stiftung für ihre Unterstützung zum guten Gelingen unseres Fachtages.

 

 

Musikalische Einstimmung des Fachtages durch das Celloensemble Stuttgart